Letztes Feedback

Meta





 

Über

Ich schreibe gerne und gebe gerne gefragt oder ungefragt meine Meinung von mir.

Mein Interesse gilt der Politik, aber ich bin nicht Anhänger einer Partei, da mir keine Partei in Deutschland wirklich gefällt.

Ich vermisse außerdem einen „konstruktiven Widerspruchsgeist“ in unserer Gesellschaft, mit dem Probleme nicht nur angesprochen werden, sondern auch Lösungsansätze aufgezeigt werden.

Bisher habe ich nur meinen engsten Freunden meine kleinen Machwerke zur Verfügung gestellt. Mir wurde mehrfach empfohlen, einen Blog zu starten, was ich nach längerer Überlegung jetzt tue. Ich freue mich sehr auf Reaktionen und Kritik von Lesern.

Alter: 52
 


Werbung




Blog

Wohin geht das Geld?

Nachdem wir nun alle das Urteil zur Steuerhinterziehung von Uli Hoeneß zur Kenntnis genommen haben, werde ich sicher nicht der 736ste sein, der einen wie auch immer gearteten moraltriefenden, wichtigtuerischen Kommentar abgibt. Sicher nicht, das sollen alle anderen gerne tun. Vielmehr ist mir gestern ein Artikel der „Sunday Times“ vom 13.10.13 in die Finger gekommen. Er hat den wundervollen Aufmacher: „£1.95bn EU aid lost in Palestine“.

 

http://www.thesundaytimes.co.uk/sto/news/world_news/Middle_East/article1326858.ece

 

Ca 2,3 Milliarden € sind also verschwunden, in irgendwelchen Kanälen und werden nie wieder auftauchen. Und es ist ja beileibe nicht nur die EU, die Geld nach Gaza und in die Westbank als Hilfe schickt. Man weiß also nur teilweise, was mit diesen Geldern angefangen wird.

 

Dann habe ich gestern ein Video gesehen, was den Rauch einer Rakete, die mitten aus Gaza-Stadt abgefeuert wurde, zeigt. Ich dachte, dahin geht also das Geld und da wusste ich noch nicht einmal, dass es über 130 Raketen und Geschosse werden sollten.

 

Das ist natürlich nur ein Teil des Ganzen. Als Yasser Arafat starb, fand man ein Vermögen von bis zu 1,3 Milliarden US-Dollar, da gingen die Auskünfte allerdings auch weit auseinander. In einem Artikel von CBS habe ich mal gelesen, dass die damalige Frau Arafat vor seinem Tode 100.000 US-$ im Monat bekäme. Nun ja, woher soll das Geld kommen?

 

Wenn ich dann sehe, dass sich Frau Ashton (unsere hervorragende Außenbeauftragte der EU)  inzwischen gerne bei den Mullahs im Iran mit Kopftuch unterwürfig ablichten lässt, kommt mir die die Galle hoch.

Es sind dieselben Mullahs, die über Syrien, dem Libanon, oder mit Booten, Raketen nach Gaza schmuggeln wollen, um Israel zu vernichten.

Es ist dieselbe Frau Ashton, die als „Außenministerin“ der EU nur allzu gerne der Hamas Geld zukommen lässt. Übrigens ist die Hamas eine von der EU anerkannte Terrororganisation.

Es ist dieselbe Frau Ashton, die am Holocaust Memorial Day eine Rede hält, in der das Wort Jude, oder irgendein wie auch immer verwandtes Wort (mosaisch, etc.)  nicht vorkommt.

 

Es gibt etwa 160 Mal so viele Moslems, wie es Juden auf der Welt gibt. Es gibt mehr als 45 Staaten, in denen die islamische Bevölkerung mehr als 50% darstellt. Es gibt nur einen Staat auf der Welt, der mehr als 50% jüdische Bevölkerung aufweist.

 

Ein Moslem kann ungehindert zu den heiligen muslimischen Stätten in Jerusalem, wie auch in anderen Orten in Israel. Ein Moslem kann sich frei bewegen in Israel. Leider ist es umgekehrt schwierig. Ein Jude hat es in Saudi Arabien durchaus schwer.

 

Meines Erachtens ist Bildung ein Schlüssel zum Erfolg, das kostet allerdings Geld, aber das Geld versickert ja in den palästinensischen Gebieten im nirgendwo, so dass es leider nicht der einfachen Bevölkerung zu Gute kommt. Das ist auch sicher nicht gewollt von den dortigen Machthabern. Vielleicht erhöht die EU da den Druck, anstatt über Boykottmaßnahmen gegen Israel nachzudenken.

1 Kommentar 14.3.14 17:43, kommentieren

Robert „der Henkelmann“ Lange

Wenn man älter wird, achtet man mehr auf das Essen. Zumindest ist das bei mir so, allerdings weiß ich auch von einigen meiner Bekannten und Freunde, dass sie bestimmte Diäten halten. Ein Freund von mir bekommt die Gallenblase herausgenommen, darf kaum Fettiges zu sich nehmen.                                                                                                    

In Düsseldorf gibt es genügend Restaurants, in denen man auch mal auf die Schnelle etwas essen kann, aber irgendwie sind es neben McDonalds immer wieder die gleichen Typen an Restaurants: Asia, Döner-Bude, Grieche, Pizza und Pasta vom Italiener und ganz selten orientalisch. Die meisten dieser Fast-Food Restaurants für unser Mittagessen haben im Hintergrund Großhändler, die fast alles liefern können, oder haben Sie mal erlebt, dass ein Grieche noch den typischen Krautsalat selbst macht? Beim Italiener sind das die Tomatensauce, Teigrohlinge für die Pizza, aber auch Tortellini, Lasagne, die dann als hausgemacht feilgeboten werden. Glauben Sie, dass Ihr Türke noch selbst Fleisch zu einem Döner aufspießt, oder die Joghurt-Sauce selbst macht?

In den vielen Kneipen-Restaurants bekommen wir immer sehr ähnliche Gerichte, wie zum Beispiel „Salat mit gebratenen Putenbrust-Streifen“, ein Wok-Gericht und irgendetwas Deftiges. Auch hier sind die Convenience-Großhändler gern behilflich. Irgendwie ist fast alles im günstigen Segment austauschbar, die Speisekarten, wie auch die Geschmäcker ähneln sich. Das ist wie die EU, alles muss gleichgeschaltet werden, alles muss ein Niveau haben, wenn es eben nicht höher werden kann, dann eben auf die niedrigere Stufe, nur eben gleich.

Vor ein paar Wochen sagte mir Mischa, ein Café-Besitzer, wo ich sehr gerne meinen wirklich liebevoll zubereiteten Espresso trinke, dass ich doch mal „den Henkelmann“ ausprobieren sollte. Der macht jeden Tag einen Eintopf und hat noch ein anderes Gericht auf der Karte.

Eintopf? Ich entgegnete Mischa, dass es doch am Carlsplatz bereits eine Eintopf-Bude, namens Gulasch-Kanone gäbe. Mischas Kommentar:“Die machen doch nur auf Masse.“

 

Also ging ich das erste Mal zu „der Henkelmann“. Von außen wirkt das Restaurant wie ein normales Geschäft, mit 2 großen Fenstern, die früher sicher einmal als Auslage gedient haben. Auf den Fensterbänken stapeln sich Henkelmänner, metallene Dosen, in denen früher die Arbeiter ihr Essen hatten. Diese Dosen wurden dann in heißem Wasser aufgeheizt, so dass man warmes, reichhaltiges Essen hatte, das man für die harte Arbeit benötigte.

Drinnen gibt es schätzungsweise 7 Tische für 2 bis 8 Personen. Die Einrichtung ist „Düsseldorf Style“, also wie im Olio, einfach ein paar alte Tische und Stühle bunt zusammengewürfelt. Die Wände sind getüncht, also verputzt und gestrichen. Es gibt immer mal wieder wechselnde Bilder an den Wänden. Hinter einer Theke, die auch der Durchgang zur Küche darstellt sieht man einen Mac Computer, wo man unschwer erkennen kann, dass der Henkelmann auf Facebook zu finden ist.

Robert kam aus seiner Küche (er ist Koch und Kellner in einer Person) und als er mich sah, reckte er die Arme in die Höhe, als ob er gerade das entscheidende Tor im Elfmeterschießen erzielt hätte. Wir kannten uns, ich hatte ihn schon ein paar Mal bei Mischa gesehen.

Warum er jubelte? Ich weiß es bis heute immer noch nicht so genau, vielleicht weil er mich kannte, oder weil ich ein neuer Gast war. Keine Ahnung. Ich fragte ihn, was ich denn so essen könnte, worauf hin er erst einmal sagte, dass ich mich setzen sollte, (ach ja ich stand immer noch) er würde gleich zu mir kommen.

Ein paar Minuten später kam er zu mir und sagte, dass es noch von gestern Rindfleischeintopf gäbe und Gemüseeintopf mit oder ohne Mettwurst. Ansonsten Schnitzel mit selbstgemachten Kartoffelsalat. Schnippisch fragte ich, ob der Rest nicht selbst gemacht wäre, woraufhin er stolz sagte: „Hier wird alles selbst gemacht!“ Selbst das Brot und der Kuchen sind selbst gebacken, einmal er und einmal die Mami, die Birnenkuchen, Kirschkuchen und Apfelkuchen backt.

Ich bestellte den Gemüseeintopf, ohne..., bekam dann das selbstgemachte Brot (himmlisch, mit Möhre, ein weiches sehr schmackhaftes Brot) und sein selbst kreiertes Gewürzrad. In einem Holzkreis sind 5 Löcher ausgesägt, an dem ein langstieliger Tragehenkel herausragt, ähnlich den Kölschtabletts, der Kölner Köbesse. In den Löchern befinden sich 5 Schnapsgläser, in denen unterschiedlich-farbige Öle sind, Chili, Knoblauch, Petersilie, Dill und Rosmarin. Ich probiere alle Öle mit dem Brot, tolle Geschmackserlebnisse, aber Robert sagte mir, dass ich damit den Eintopf aromatisieren sollte. Er kam auf die Idee, weil er nie 100% den Geschmack aller traf und somit man den Gemüseeintopf typisch deutsch, oder mediteran, aber auch eben scharf genießen kann. Ich habe mir schließlich das Rosmarin Öl in meinen Eintopf getan und war hellauf begeistert. Die Portion war üppig, zusammen mit dem Brot eine wirkliche Hauptmahlzeit (und ich kann viel essen). Geschmacklich super, alles wurde ohne Geschmacksverstärker zubereitet, einfachste, aber eben super ehrliche Küche zu zivilen preiswerten (es ist den Preis wert, was man bekommt) Kursen.

Inzwischen habe ich alle Eintöpfe probiert, bin immer zufrieden gewesen und werde mich noch an Schnitzel und Kuchen herantrauen.

Mein Fazit, wer Eintöpfe mag, muss dahin.

Bilker Allee/ Ecke Friedenstraße

10.3.14 16:49, kommentieren